Textildruck Heidelberg

Textildruck Heidelberg

Suchen Sie nach einem Unternehmen für Textildruck? In der Rhein-Neckar-Region ist Textildruck Heidelberg sehr beliebt. Doch was genau versteht man eigentlich unter Textildruck? Dazu sollten wir erstmal den Begriff “Druck” definieren. Der Druck ist ein Verfahren zur Dekoration von Textilien durch Auftragen von Pigmenten, Farbstoffen oder anderen verwandten Materialien in Form von Mustern. Obwohl er sich offensichtlich aus der Handmalerei von Stoffen entwickelt hat, sind auch diese Verfahren sehr alt. Es gibt Belege dafür, dass im 4. Jahrhundert v. Chr. in Indien gedruckt wurde, und ein Druckstock, der auf etwa 300 n. Chr. datiert wird, wurde in den Grabstätten von Akhmīn in Oberägypten ausgegraben. Präkolumbianische bedruckte Textilien wurden in Peru und Mexiko gefunden. Der Textildruck hat sich zu einem hochentwickelten Verfahren entwickelt, das die Fähigkeiten vieler Künstler und Designer erfordert.

Textilien für den Textildruck in Heidelberg

Die vier wichtigsten Methoden des Textildrucks sind Block-, Walzen-, Sieb- und Thermotransferdruck. Bei jedem dieser Verfahren wird die Farbe in der Regel in Form einer eingedickten Paste aufgetragen und anschließend fixiert, in der Regel durch Dämpfen oder Erhitzen, und die überschüssige Farbe wird durch Waschen entfernt. Die Druckverfahren werden als Direkt-, Entladungs- oder Resistdruck klassifiziert. Beim Direktdruck werden farbige Pasten direkt auf den Stoff gedruckt. Beim Entladungsdruck wird der Stoff zunächst mit einer Hintergrundfarbe eingefärbt, die durch Reagenzien oder Reduktionsmittel in einer Druckpaste zerstört wird.

Dieser Vorgang kann dazu führen, dass das gedruckte Motiv weiß auf einem farbigen Hintergrund erscheint, obwohl Druckpasten auch Farbstoffe enthalten können, die durch das Entladungsmittel nicht zerstört werden und ein farbiges Motiv ergeben. Beim Resistverfahren wird der Stoff zunächst mit einer Substanz bedruckt, die als Resist bezeichnet wird und die bedruckten Bereiche vor der Aufnahme von Farbe schützt. Beim Färben oder Pigmentieren des Stoffes werden nur die nicht mit dem Resist bedruckten Teile gefärbt. Eine besondere Anwendung dieser Technik, die Plissee-Effekte hervorbringt, ist das Bedrucken des Stoffes mit einem Resist und die anschließende Behandlung mit Natronlauge.

Blockdruck

Holzklischees, in die ein reliefartiges Motiv geschnitzt wird, werden aus massiven Holzstücken oder durch Verkleben von eng gemaserten Hölzern mit billigeren Hölzern hergestellt. Bei großflächigen Motiven werden diese ausgespart und der Raum mit hartem Wollfilz ausgefüllt. Feine Linien werden in der Regel mit Kupferstreifen aufgebaut, und andere Effekte werden mit Kupferstreifen erzielt, die mit Filz überlagert sind. Um die Registrierung aufeinanderfolgender Drucke zu erleichtern, hat jeder Druckstock mehrere Stifte, die so angeordnet sind, dass sie mit genau definierten Punkten im Muster übereinstimmen.

Das Bedrucken von Stoffen erfolgt auf einem Tisch, der mit mehreren Dicken von Gewebe oder Decken bedeckt ist, wobei das Ganze mit einer dicken, straff gespannten Folie aus synthetischem Kautschuk überzogen ist. Der zu bedruckende Stoff wird auf dem Gummi ausgebreitet und entweder gummiert oder auf einer am Tisch befestigten Unterlage festgeheftet. Die Farbe wird gleichmäßig auf den Klischeeblock aufgetragen, und das Muster wird auf den zu bedruckenden Stoff gestempelt, wobei der Stiel eines kleinen, schweren Hammers verwendet wird, um das Eindringen der Paste zu erleichtern. Anschließend wird mehr Farbe auf den Block aufgetragen und der Vorgang mit dem Pitch-Pin wiederholt, um eine genaue Registrierung zu erreichen. Nachdem der Stoff vollständig mit einer Farbe bedruckt wurde, werden weitere Farben auf die gleiche Weise aufgetragen, bis das Design vollständig ist. Obwohl der Blockdruck für die kommerzielle Nutzung zu mühsam und zu kostspielig wird, sind einige der schönsten Drucke auf diese Weise hergestellt worden.

Siebdruck

Der Siebdruck kann von Hand oder maschinell durchgeführt werden. Der Stoff wird zunächst auf einen Drucktisch gelegt, mit Klebstoff fixiert oder an einer grauen Rückseite befestigt, und dann wird das Motiv durch ein Sieb aus Seiden- oder Nylongaze, das über einen Holz- oder Metallrahmen gespannt ist, aufgebracht, auf dem das Motiv für eine Farbe reproduziert wurde. In der Regel handelt es sich dabei um ein fotografisches Verfahren, aber auch die Handmalerei mit einer entsprechend widerstandsfähigen Blockierfarbe ist eine Alternative.

Auf dem Tisch wird ein Sieb über den Stoff gelegt, das an den Anschlägen ausgerichtet wird, um eine genaue Anpassung des Musters zu gewährleisten. Die Druckpaste wird auf die dem Bediener am nächsten liegende Kante des Siebes gegossen und mit einem Rakel über die Oberfläche des Siebes verteilt, so dass die Farbe durch die offenen Stellen gedrückt wird. Das Sieb wird so lange bewegt, bis eine Farbe auf das Gewebe aufgetragen wurde. Um weitere Farben aufzutragen, wird der Vorgang mit anderen Sieben wiederholt.

Mit der zunehmenden Bedeutung des Siebdrucks wurde die Handarbeit weitgehend durch mechanische Verfahren ersetzt. Bei einigen Maschinen sind die Siebe flach, wie beim Handdruck, bei anderen werden rotierende Siebe verwendet.

Rollendruck

Diese Technik wird immer dann eingesetzt, wenn große Stoffbahnen mit demselben Motiv bedruckt werden sollen. Die moderne Maschine, die auf einer ursprünglich 1783 entwickelten Maschine basiert, besteht aus einem großen zentralen gusseisernen Zylinder, über den ein dickes, endloses Gummituch läuft, das eine elastische Auflage für den Stoff bildet. Zwischen dem Tuch und dem Stoff befinden sich Stützgewebe, so genannte Backgrays, die verhindern, dass das Tuch übermäßig verschmutzt. Obwohl sie früher aus Baumwollgewebe hergestellt wurden, bestehen die meisten modernen Rückseitengewebe aus durchgehenden Nylongurten. Das Gummituch und die Rückenkonstruktion werden entsprechend gespannt, so dass sich das Gewebe durch die Maschine bewegt, wenn sich der zentrale Zylinder dreht. Gravierte Druckwalzen, eine für jede Farbe, drücken gegen das Gewebe und den Zentralzylinder. Das Muster auf der Walze wird auf die Oberfläche einer Kupferschale geätzt, die auf einem Dorn gelagert ist.

Eine hohe Qualität der Gravur ist für einen guten Druck unerlässlich. Jede Druckwalze ist mit einer rotierenden Farbauftragswalze ausgestattet, die teilweise in einen Trog mit Druckpaste getaucht ist. Fein geschliffene Klingen (Rakel) entfernen überschüssige Farbpaste aus den nicht gravierten Bereichen dieser Walzen, und jede Walze hat auch eine Flusenklinge. Das bedruckte Gewebe verlässt den Hauptzylinder und durchläuft zur Fixierung der Farbe eine Trocken- und Dampfkammer. Während diese Maschine nur eine Seite des Stoffes bedruckt, bedruckt die Duplex-Walzenmaschine, die im Wesentlichen eine Kombination aus zwei Walzenmaschinen ist, beide Seiten. Moderne Druckmaschinen sind leichtgängige Präzisionsmaschinen, die mit sorgfältig konstruierten Walzenlagern und hydraulischen oder pneumatischen Mechanismen ausgestattet sind, um gleichmäßigen Druck und Flexibilität zu gewährleisten. Der Druck wird über eine Instrumententafel geregelt, und jede Walze wird unabhängig gesteuert. Die automatische Registrierung erfolgt über eine elektromagnetische Druckknopfsteuerung, und moderne Elektromotoren sorgen für einen leichtgängigen Antrieb mit variabler Geschwindigkeit. Auch das Waschen von Rückseitengrau und Drucktüchern ist automatisiert.

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